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Der Graf Thierry von Montbéliard verstarb etwa um 1105. Das Erbe das er nach seinem Tode hinterließ, war beachtlich. Es wurde zwischen seinen drei Söhnen, Frédéric, Renaud und Thierry aufgeteilt. Einer von ihnen, Fréderic I wurde zum Graf zu Ferrette und ließ sich dort ab 1125 nieder. Im 13. Jahrhundert wird einer seiner Nachkommen, Berthold, zum Bischof von Basel ernannt und sein Bruder, zu dieser Zeit Graf zu Ferrette, tritt im seine Grafschaft als Lehnsgut ab. Der Bischof wird damit Lehnsherr eines Juras, der von Thann bis Neuveville reicht. Sehr schnell schon bilden sich die Ferrettes einen Besitz, der aus ihnen eine der mächtigsten Familien des Elsass machte.
In 1324, nachdem die Grafschaft keinen männlichen Nachkommen hat, heiratet Jeanne de Ferrette Albert II von Habsburg, Herzog eines Österreich, das sich von Belfort bis Wien erstreckt und ermöglicht, eine echte politische Vorherrschaft am Haut-Rhin gegenüber dem Burgund zu beanspruchen.
Ihrerseits konzentrieren die Fürstbischöfe von Basel ihre Bemühungen auf das Juragebiet. Sie verlieren die Stadt Basel anlässlich der Reform (1525), bleiben jedoch bis zur französischen Revolution ihre Herrscher, mit Porrentruy als Hauptstadt. 1815 wird das ehemalige Land des Bistums der Eidgenossenschaft angeschlossen. Das Elsass, das nach dem Dreißigjährigen Krieg (1648) französisch wurde, und der Jura sind heute zwei benachbarte und befreundete Gebiete. Das ehemalige Kloster von Lucelle, an den Grenzen der beiden Länder, ist Symbol für diese Interessensgemeinschaft und die internationale Straße die dem Grenzfluss Lucelle entlang führt, bestätigt zusätzlich diese Bande. |